Beschwerdemanagement für Clubs und Veranstaltungsorte
Workshop

Termine:

Dienstag, 07.02.2023

Mittwoch, 08.02.2023

jeweils 10:00 – 14:00 Uhr

Der Kurs besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Sessions.

Wo: 4 Walls Hamburg,Deichstraße 47, 20459 Hamburg

Clubs und Festivals stehen schon lange vor der großen Herausforderung Räume zu schaffen, in denen sich Menschen, unabhängig ihrer identitätsstiftenden Merkmale (Herkunft,Geschlecht,Sexualität, usw.) sicher und so diskriminierungsfrei wie möglich bewegen können. Das ist ein wünschenswerter, aber oft utopischer Zustand, der in den seltensten Fällen erreicht werden kann. Umso wichtiger ist es, eine Guideline für ein funktionierendes Beschwerdemanagement zu entwickeln, die Clubs und Festivals dabei helfen sollen, verantwortungsvoll mit Diskriminierung und Gewalt umzugehen, diese aufzuarbeiten und präventiv zu handeln. Das Beschwerdemanagement soll zudem dazu beitragen, transparente Informationen für einen fortlaufenden Verbesserungsprozess zu sammeln.

Dieser Workshop soll in zwei aufeinander folgenden Sessions eine Grundlage dafür bilden, einen Austausch auf Augenhöhe zwischen den Mitarbeitenden des Clubs zu initiieren, um erste Schritte zu machen, den eigenen Club zu einem Safer Space für Mitarbeitende, Besucher:innen sowie Künstler:innen zu gestalten. So soll das Nachtleben sicherer, inklusiver und diverser gestaltet werden. Es soll an einem konkreten Beschwerdemanagementsystem gearbeitet werden und dieses soll aktiv an Fallbespielen getestet werden. In verschiedenen Übungen wird erarbeitet, was im Diskriminierungsfall passiert:

• Welche Stellen im Club fangen den Vorfall auf?
• Welche Verkettungen setzen ein?
• Wo gibt es schon ein funktionierendesSystem?
• Wo finden sich noch Schwachstellen, die nachjustiert werden müssen und wie geht man das am besten an?

Ziel
Ziel ist es Grundlagen für ein selbst erarbeitetes Beschwerdenmanagementsystem zu legen, dass – dadurch, dass sie es selbst durchdacht haben – von den Mitarbeitenden internalisiert wurde und durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema und die damit einhergehende tiefgreifenden Identifikation damit besser in die Praxis umgesetzt werden kann.

Um an einer kostenlosen Weiterbildung des Hamburg Music Boost teilnehmen zu können, müssen folgende Förderkriterien erfüllt sein:

  • Teilnehmende müssen einen Bezug zur Musikwirtschaft haben. Hierbei ist egal, ob es sich um Mitarbeiter*innen aus Unternehmen, (Solo-)Selbstständige oder Freiberufler*innen handelt
  • der Wohn- und/oder Arbeitssitz muss in Hamburg verortet sein
  • das Unternehmen muss der Kategorie “kleine und mittlere Unternehmen” angehören und darf somit nicht mehr als 249 Mitarbeiter*innen beschäftigen
  • Teilnehmende dürfen nur in Ausnahmefällen im ALG I oder ALG II Bezug sein – in diesen Fällen bitten wir darum, uns zu kontaktieren

In unserem Fragebogen wird nach der Vorsteuerabzugsberechtigung gefragt. Dies hat folgenden Hintergrund:

  • bei Teilnehmenden, die nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind, wird der Bruttobetrag gefördert
  • bei Teilnehmenden, die vorsteuerabzugsberechtigt sind, wird der Nettobetrag gefördert. In diesem Falle wird dem Unternehmen bzw. dem oder der Selbstständigen die anteilige Mwst. für das Seminar in Rechnung gestellt

Teilnehmende können sich einmal jährlich fördern lassen und an maximal 3 Angeboten teilnehmen. Für die Anmeldung für mehrere Angebote ist es erforderlich, dass alle gewünschten Kurse möglichst zum gleichen Zeitpunkt angemeldet werden. Der fertig ausgefüllte Antrag muss zwei Wochen vor Beginn des ersten besuchten Angebots bei der IHM vorliegen.

Nach der Anmeldung prüft die IHM die Angaben formal auf Förderwürdigkeit. Sofern diese besteht, werden die Teilnehmenden mit einem Fragebogen des Hamburger Weiterbildungsbonus Plus ausgestattet, der benötigt wird, um den Bildungsgutschein für die Teilnehmenden auszustellen. Dieser Fragebogen nach Maßgaben des Europäischen Sozialfonds (ESF) ist von den Teilnehmenden verpflichtend auszufüllen. Bitte lies Dir die sich hierin vorhanden Informationen und Angaben genau durch. Den Fragebogen kannst Du Dir hier im Vornherein anschauen. Der Bei Fragen kannst Du dich jederzeit bei uns melden!

Nur im Falle der Möglichkeit einer Förderung werden die Daten an die zwei P PLAN:PERSONAL gGmbH (zwei P), der Trägerin des Projektes HH WB PLUS, weitergegeben. Die zwei P prüft eigenständig anhand dieser Daten und Informationen die Ausreichung von Fördermitteln. Grundlage für die Datenerhebung und Verarbeitung sind Bestimmungen der Freien und Hansestadt Hamburg und der Europäischen Union. Alle Weiteren Informationen zum Datenschutz finden sie hier.

Das Projekt, über das Sie gefördert werden, wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) mitfinanziert. Zur Gewährung dieser Mittel ist es notwendig, dass Informationen von jedem/jeder Teilnehmenden erhoben werden. Diese Angaben werden vor allem benötigt, damit die Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg (Sozialbehörde) ihren ordnungsgemäßen Berichts- und Bewertungspflichten gegenüber der Europäischen Kommission nachkommen kann. Erfüllt die Sozialbehörde diese Pflichten nicht oder ungenügend, drohen Rückforderungen von bereits zugewiesenen Mitteln.

Dozent*in

Same But Different - Diversity Management & Consulting

Mit einem Fokus auf Beratung, Sensibilisierung und Weiterbildung begleitet SAME BUT DIFFERENT Unternehmen in der Kultur-und Kreativbranche dabei, sich mit Themen, wie Awareness, Diversität und jeglichen Formen von Diskriminierung auseinander zu setzen. Durch Prozessbegleitungen, Consulting und Bildungsformaten wie Workshops und Keynotes schult SAME BUT DIFFERENT unterschiedliche Akteur*innen und berät, sich diverser aufzustellen.

Runa Hoffmann

Kulturwissenschaft, Genderstudies & Biologie – interdisziplinär forscht Runa aktuell zu naturwissenschaftlichen Sammlungen und der kritischen Aufarbeitung ihrer kolonialen Kontexte. Ein weiterer ihrer Themenschwerpunkte ist Sexismus. Sie ist Biologin, Diversity-Trainerin, Speakerin und kann außerdem auf jahrelange Erfahrung im Kulturbetrieb zurückblicken: Als ehemalige Leiterin und Personalchefin Berliner Clubs setzte sie zielgerichtete Maßnahmen zur Diversifizierung & Sensibilisierung der Belegschaft um. Verantwortungsbewusstes Krisenmanagement & die Beratung und Begleitung von Unternehmen und Personen, die mit Vorwürfen konfrontiert werden sind Runas Fokus.

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